Alle Studierenden wissen ja, dass Gruppenarbeiten unausweichlich im Studium sind. Nicht nur in Hildesheim habe ich einige Gruppenarbeiten miterlebt, sondern auch hier an der NTNU in Trondheim bleibt mir dies nicht erspart.
Gruppenarbeiten sind komplex und es gibt vieles was ich zu diesem Thema sagen könnte… Aber bevor ich damit anfange, bitte ich euch lieber um ein bisschen Geduld, denn ganz eventuell kommt da bald etwas von unseren Lotsinnen Johanna und Merle zum Thema Gruppenarbeiten 😉
Die Arbeit in Gruppen umfasst viele verschiedene Phasen und Teilprozesse. Ich möchte mich angelehnt an das Tool, was ich euch hier auch heute vorstellen möchte, auf ein Element von Gruppenarbeiten fokussieren… nämlich Feedback. Für mich ist das Theme Feedback mit einer echt hohen Priorität in einem Gruppenarbeits-Prozess versehen. Feedback trägt zu vielen verschiedenen Dingen bei und kann innerhalb, nach und vor Gruppenarbeiten hilfreiche sein, um Arbeitsprozesse in der Gruppe zu optimieren und zu verbessern. Ich bin selbst davon überzeugt, dass Feedback zur positiven Entwicklung einer Gruppenarbeit maßgeblich mitbeiträgt. Feedback kann natürlich einfach gedacht werden, im Sinne von simplen verbalen Aussagen zu Personen und deren erledigten Aufgaben oder Prozessen innerhalb einer (Gruppen-)Arbeit. Aber Feedback kann auch kreativer aussehen. Außerdem kann (und vermutlich sollte es das auch) Feedback strukturiert und organisiert ablaufen, um den höchstmöglichen Nutzen zu liefern. Hier kommt nun Feedbackfruits ins Spiel. Dies ist ebenfalls ein Tool, was ich während meinem Auslandsemester kennenlernen durfte. Es handelt sich hierbei um ein digitales Lerntool, was auch ganz speziell für die Hochschulbildung entwickelt wurde. Das Tool bietet verschiedene Funktionen und Lösungen und darunter eben auch Peer-Bewertungen. Besonders cool ist es, dass dieses Tool bei der NTNU auch in Blackboard integriert ist und so von allen an der NTNU genutzt werden kann. Feedbackfruits ist ziemlich flexibel einsetzbar und kann ganz leicht an verschiedene Aufgaben und Anforderungen angepasst werden. Eine Lehrperson kann hier zunächst entscheiden wie viele Studierende für eine Aufgabe bewertet werden sollen, ob sie einzeln oder in Gruppen arbeiten sollen, wie sie sich gegenseitig bewerten sollen und nach welchen Kriterien die Bewertung erfolgt. So kann also eine Gruppenarbeit (oder auch Einzelarbeiten) über Feedbackfruits organisiert und strukturiert werde. Nachdem die Aufgaben von den Studierenden eingericht wurden erfolgt die Bewertung direkt über das Tool.
Lehrende berichten, dass sie das Tool vor allem nutzen, um das Engagement der Studierenden zu steigern und kritisches Denken zu fördern. Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass eine Übung so nicht nur eine von mir sorgfältige Bearbeitung fordert und fördert, sondern mich auch dazu befähigt am Ende konstruktives Feedback zu den Arbeiten meiner Kommiliton*innen zu geben.
-Lara Wörner
